3.3. moderne Wasserenthärtung
3.3.1. Komplexbildung
mit Pentanatriumtriphosphat
Pentanatriumtriphosphat diente in
Deutschland hauptsächlich
vor 198O als Wasserenthärter. Trotz sehr guter
Enthärtereigenschaften
und zahlreichen waschförderlichen Effekten mußte es
wegen seiner
gewässereutrophierenden Wirkung aus dem Verkehr gezogen
werden.
chemische
Wirkung bei der
Wasserenthärtung:
Triphosphat ( a ) bildet mit Ca (II)- und Mg (II) -Ionen
ein sehr stabiles, wasserlösliches Komplexteilchen ( b ).
Dabei wirkt
Triphosphat als zweizähniger
Ligand.
Solche Komplexe nennt man aufgrund des "krebsartigen Zangengriffes" des
Liganden zum Metallion - Chelatkomplexe (gr. chele = Krebsschere).


Die Molekülgeometrie des Triphosphates erlaubt
, dass die Sauerstoffionen 2
und 4
oder 1
und 5
als Ligandenatome
wirken , d.h. die koordinative Bindung zum Metallion (Mg2+
und
Ca2+ ) knüpfen.
3.3.2. Komplexbildung
mit Nitrilotriacetat (NTA) = Salze der Nitrilotriessigsäure
NTA
ist ein vierzähniger
Ligand.
Bei der Komplexbildung mit Mg2+ und Ca2+bilden
sich oktaedrische Chelatkomplexe, die wieder sehr stabil und
wasserlöslich
sind ebenfalls sind noch zwei Wasserliganden koordiniert. Die
Metallionen
haben hier die Koordinationszahl
6.
3.3.3. Wasserenthärtung durch
Ionenaustausch mit
Zeolith
Zeolith leitet sich von gr. zeo = ich siede
und gr. lithos
= Stein ab. Wie der Name schon verrät, wird Zeolith aus
mineralischem
Gestein hergestellt. Forscher der Firma Henkel brachten diesen
hervorragenden
Phosphatersatzstoff unter dem Namen SASIL (= sodium aluminium silicate)
erstmals auf den Markt.

Zeolith
ist ein weißes Pulver.
Es finden sich im
Mikrobereich
Käfigstrukturen
mit definierten Eigenschaften, so z.B. ganz bestimmte
Käfigvolumina
und Porengrößen. In der Abbildung ist der Grundbau
dargestellt
: 8 fußballartige Polyeder, welche über
gleichgroße Brückenelemente
verbunden sind - so entsteht ein würfelförmiger
Käfig. Die
angegebene Formel für Zeolith bezieht sich auf die chemische
Struktur
eines "Fußballs".
( Die Abbildung der Zeolithstruktur wurde leicht verändert
der Informationsbroschüre "WESSALITH für Waschmittel"
- Heft Nummer 71, 4. Auflage , November 1993 - der Firma Degussa
entnommen.)